
- Hamburger Brand von 1842/ The fire of Hamburg in 1842/ L'incendie de Hambourg en 1842/ EI incendio de Hamburgo en 1842
Hamburger Brand
Der Hamburger Brand gehört zu den Katastrophen, welche die Entwicklung des Versicherungswesens nachhaltig beeinflusst haben. Das Feuer ist am 5.5.1842 in einem Hause der Deichstraße ausgebrochen und breitete sich, begünstigt durch die Trockenheit des Frühjahrs, in den mit leicht brennbaren Waren gefüllten Lagerhäusern der Hafengegend nach allen Seiten hin aus.
Die Feuerwehr konnte der Lage nicht Herr werden, und auch die Schiffsspritzen mussten ihre Tätigkeit einstellen, weil ausfließender Spiritus auf dem Wasser in Brand geraten war.
Unter dramatischen Umständen brach die Nicolai-Kirche nach der Mittagspredigt des Himmelfahrtstages zusammen. Zwei Tage später erlitt die Petri-Kirche ein ähnliches Schicksal.
Ebenso wie 1666 in London trug auch in Hamburg der aufkommende Wind zur katastrophalen Ausbreitung des Brandes bei. Jedoch entschloss man sich hier, Häuser zu sprengen. Nach 79 Stunden Dauer kam das Feuer in den Morgenstunden des 8.5.1842 zum Erlöschen, weil sich der Wind gedreht sowie ein Wall und ein Arm der Alster dem weiteren Ausbreiten der Flammen ein Ende gesetzt hatten. Gleichzeitig ergossen sich Regenschauer auf die zahlreichen Flüchtlinge und das gerettete Mobiliar.
Lit.: P. Koch, Große Katastrophen der Versicherungsgeschichte, VW 1966.


