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Arnoldi hat viele Gesichter

Ernst Wilhelm Arnoldi, der Vater des deutschen Versicherungswesens, wäre am 21. Mai 2003 225 Jahre alt geworden. Die Residenzstadt Gotha feiert ihn auf Stadtfesten, mit Vorträgen, Theateraufführungen und der Errichtung von Denkmälern als ihren großen, wenn nicht größten Sohn.

Arnoldi hat viele Gesichter
Zeitgenössische Darstellungen des Gründers der Gothaer Versicherungen Ernst Wilhelm Arnoldi

Sie hat ihn sogar zum Leben erweckt in Gestalt eines jungen Schauspielers, der immer, wenn viele Menschen in der Region zusammenkommen, auftritt und die Erinnerung an ihn wach hält.

So vielfältig Ernst Wilhelm Arnoldis Verdienste als Versicherungsgründer, als Fabrikant, als Kaufmann, als Pädagoge, als Sozialreformer, Nationalökonom, Staatsmann, Poet und liebender Ehemann waren, so vielfältig sind auch seine Konterfeis, die zu seinen Lebzeiten gemalt, gestochen und geschnitten wurden. Die Fotografie steckte, als er 1841 starb, immer noch in den Kinderschuhen, so dass nicht einmal eine Daguerreotypie, die zwei Jahre vor seinem Tod in Paris entwickelt wurde, von ihm existiert.

Wie sah er also aus, der große Sohn? War er klein und dick, kahlköpfig und missgestaltet? Nun, wenn dem so gewesen wäre, hätte er wohl nicht die schöne Wilhelmine Cronrath aus Weimar zum Weibe bekommen. Zeitgenossen schildern ihn mit Liebe und Hingabe als einen stattlichen, großen Mann, mit schönen Augen und ruhigen Gesichtszügen, groß nicht nur von Gestalt, sondern auch nach Gesinnung, Streben und Wirken.

Trotzdem weichen seine vielen Porträts voneinander ab. Es wären auch schlechte Künstler gewesen, hätten sie nur das gemalt, was sie gesehen und nicht auch das, was sie gespürt haben: seinen Idealismus, seine hohe Empfindung für Menschlichkeit und seine Tatkraft.

Wir dürfen also stolz auf unseren Gründer sein, dem wir letztlich auch heute noch unser täglich Brot verdanken.

Arnoldi hat viele Gesichter
Von einem jungen Schauspieler vortrefflich dargestellt: Ernst Wilhelm Arnoldi
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