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ARNOLDI WAR ZU GROSS

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Drei Statuen - Entwürfe ...
arnoldi-denkmal-von-1843
So war es, und so soll es wieder werden - das Arnoldi Denkmal von 1843
arnoldi-denkmal
...für die geplante Erneuerung des Denkmals

Schon bald nach dem Tode Ernst Wilhelm Arnoldis am 27 Mai 1841 schlossen sich Freunde und Verehrer dieses hoch verehrten Mannes am 8. Juni 1841 zu einem Verein zur Stiftung eines Ehrengedächtnisses für Arnoldi zusammen. In der Aufforderung zur Teilnahme an jener auch von der Landesregierung genehmigten Stiftung heißt es: „ein demselben an einem schicklichen Platze zu errichtendes, würdiges und dauerndes Denkmal und eine gemeinnützige Stiftung, in seinem Geiste und seinen Namen tragend erscheinen als die passendsten Grundlagen, auf welche dieses Ehrengedächtnis errichtet werden möchte”.

1843 war das Denkmal fertiggestellt, von Gothaer Bürgern und unter Mitwirkung auswärtiger Verehrer.

Im April 1886, 43 Jahre später, regte sich bei einigen Mitarbeitern der Gothaer Feuer und der Gothaer Lebensversicherungsbank wohl das Gewissen. In einem vertraulichen Cirkula heißt es: „zeugt auch das Denkmal von der pietätvollen Gesinnung seiner Stifter, so steht es doch außer Verhältnis zu Bedeutung des Mannes, der nicht bloß der Stadt Gotha, sondern als den Besten einer dem deutschen Vaterland angehört.” Der Bildhauer Küsthardt aus Hildesheim machte Skizzen und Modelle für eine Statue, der Architekt Eelbo aus Weimar Entwürfe für die Umänderung des bestehenden Denkmals. 30.000 DM sollte der Spaß kosten. Es wurde gesammelt, geplant, korresponidert, aber - die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Am 22. Februar 1887 teilte Staatsminister von Seebach im Auftrage seiner Hoheit, dem Herzog Ernst II von Sachsen-Coburg und Gotha dem Komitee, z. H. Herrn Arwed Emminghaus folgendes mit: „nach Ansicht höchstdesselben ist der dem Projekt zugrundliegende Gedanke an sich ein wenig glücklicher, daß eine dem Schönheitssinn und den künstlerischen Anforderungen überhaupt entsprechende Ausführung desselben für ausgeschlossen erachtet worden.” Mit schlichten Worten gesagt: die Sache war gestorben. Höchstdemselben war die Statue Arnoldis zu groß. Der Sohn eines Gewürzkrämers - mochte er noch so große Verdienste haben - in Siegerpose und lebensgroß auf einem Sockel - das mögen Hoheiten nun einmal nicht.

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