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Ein früher Innovator

Biografie
Ernst Wilhelm Arnoldi

Ernst Wilhelm Arnoldi wurde am 21. Mai 1778 als einer von vier Söhnen des Kolonialwarenhändlers Ernst Friedrich Arnoldi in Gotha geboren. Neben seinen vielfältigen unternehmerischen Tätigkeiten haben den Vater von vier Kindern immer auch Fragen des Gemein­wohls interessiert. Schon früh bemühte er sich um Gleichgesinnte für seine weit reichenden Ideen. Den von ihm gegründeten "Verein der Gothaer Innungshalle" nutzte er geschickt als Informationszentrum für die Gothaer Kaufleute, als Ausbildungseinrichtung für den kauf­männischen Nachwuchs und als Diskussionsforum für seine Pläne der späteren Gothaer Versicherungsbanken auf Gegenseitigkeit.

In nahezu meisterhafter Weise beherrschte Arnoldi das Instrument der Werbung für seine Unternehmungen. Er wusste mit großem Geschick auszudrücken, was die bürgerliche Welt damals bewegte.
Ernst Wilhelm Arnoldi hatte einen ausgesprochenen Sinn für Roman­tik; er schrieb nicht nur Prosa, sondern verfasste auch zahlreiche Gedichte - für den privaten Bereich ebenso wie zur Verbreitung seiner ökonomischen Ideen.
Ein wichtiges Ziel seiner Bemühungen war die wirtschaftliche Integration Deutschlands. Seine Gedanken dazu formulierte er bereits 1817 für den "Allgemeinen Anzeiger" in dem Artikel "Vorschlag zu einem Bunde unter den deutschen Fabrikanten". Wenn schon keine politische Einigung zwischen den damals 38 deutschen Staaten zu erzielen war, so wollte er - wie die meisten Kaufleute und Fabrikanten - doch zumindest einen einheitlichen, zollfreien Binnenmarkt ohne Grenz- und Binnenzölle.

Kurz nach Vollendung des 63. Lebensjahres starb Ernst Wilhelm Arnoldi am 27. Mai 1841 in Gotha. Die eigentliche Todesursache blieb unklar. Die Ärzte sprachen auch von Nervenfieber durch ständige Arbeitsüberlastung.

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