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DAS ALLES WAR ARNOLDI

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Einen Menschen rund 150 Jahre nach seinem Tode zu porträtieren, ist nicht leicht. Es gibt keine Fotografien, die ein naturgetreues Abbild von ihm festgehalten hätten, es gibt keinen noch lebenden Zeitgenossen, der ihn skizzieren könnte.

So ist denn der Künstler, der diese Aufgabe lösen soll, angewiesen auf Bilder seiner Künstlerkollegen aus dem vorigen Jahrhundert, denn es geht um die Porträtplastik von Ernst Wilhelm Arnoldi.

Jede Zeit hat ihr Menschenbild, jede Epoche formt das menschliche Antlitz nach ihrer Auffassung, denn ein Porträt soll mehr sein als nur eine Wiedergabe der äußeren Erscheinung. So sind denn auch die Bilder von Arnoldi so unterschiedlich, daß der Künstler Professor Bernd Göbel aus Lettin bei Halle auf keine wirklich authentischen Vorlagen zurückgreifen konnte.

Das menschliche Antlitz ist der Spiegel der Seele, sagt man. So hat denn der Künstler - da viel und detailliert über Arnoldi von Zeitgenossen geschrieben wurde und er selbst sein Leben und Lebenswerk aufgezeichnet hat - mit großer Sensibilität vor seinem geistigen Auge ein Bild des Gründers der Gothaer Gesellschaften erstehen lassen können: Ein noch junger Mann - er war gerade 42, als er die Gothaer gründete - mit feinen, intelligenten Zügen, voller innerer Anspannung und trotzdem gelassen, die Hände gelöst, aber jederzeit zum Zupacken bereit, die ganze Gestalt Ruhe ausstrahlend, aber doch sprungbereit.

So muß der Mann ausgesehen haben, der drei Fabriken, zwei Versicherungsgesellschaften gegründet hat und rastlos im Dienst vieler großer Ideen und Pläne tätig war.
So sitzt er denn da, auf seinem Sockel, einer der großen Söhne Gothas. Den kritischen Blicken preisgegeben, blickt er ruhig auf die Bürger seiner geliebten Stadt herab.

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