Sie sind hier: Museum / Arnoldi / ZEITGEISTER und Zeitgenossen - GOETHE und ARNOLDI
goethe-tischbein
Goethe in der Campagne, Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein
bueste-wilhelmine-cronrath
Büste der Wilhelmine Cronrath

ZEITGEISTER und Zeitgenossen - GOETHE und ARNOLDI

Dass Johann Wolfgang von Goethe mehrfach in Gotha weilte, ist verbürgt und aktenkundig. Ob aber der Geheimrat von Goethe und der Herzoglich Sächsische Finanzrat Ernst Wilhelm Arnoldi - Gründer der Gothaer Versicherungen - sich begegnet sind, miteinander gesprochen oder gar korrespondiert haben, wird möglicherweise ein Forschungsauftrag klären, den die Gothaer Versicherungen dem Kultur- und Bildungsverein Urania jüngst erteilt haben.

Eine Beziehung zwischen diesen beiden Geistern ihrer Zeit besteht aber nachweislich — wie sollte es bei Goethe anders gewesen sein — über die holde Weiblichkeit. Wilhelmine Cronrath, von Arnoldi im Jahr 1808 geehelicht, war die höchst anmutige Tochter eines Hofschreinermeisters aus Weimar.

Der stolze Vater hatte bei dem Weimarer Bildhauer Weisser eine Marmorbüste von ihr anfertigen lassen, von der sich Goethe, als sein Auge einmal mit Wohlgefallen darauf ruhte, einen Abguss erbat. Lange Zeit stand sie — die Büste — im Katalog unter Demoiselle Cronrath verzeichnet, im blauen Zimmer des Goethe-Hauses in Weimar in erlauchter Gesellschaft der Büste des Herzogs August von Sachsen-­Gotha-Altenburg.

Heute liegt die Büste Fräulein Cronraths im Depot der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Weimarer Klassik. Dass der für das Gothaer Haus der Versicherungsgeschichte vor längerer Zeit bestellte Abguss vom Abguss noch nicht geliefert werden konnte, liegt sicher am Kulturhauptstadt-Spektakel.

Und dass Goethe und Arnoldi — mit gewisser Vorsicht gesagt — auch Dichterkollegen waren, sei im Goethejahr lieber nicht weiter ausgeführt; vielleicht im Arnoldijahr 2028, wenn sein 250. Geburtstag in Gotha gefeiert wird.

To top Home page Information Site map Contact us