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Prolog

Gotha in Thüringen wurde bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahr­hunderts hinein auf Poststempeln "Stadt der Versicherungen" genannt.
Hier nahmen 1820 und 1827 die beiden Muttergesellschaften der Gothaer Versicherungen als erste überregionale Feuerversicherung und Lebensversicherung in Form von Gegenseitigkeitsvereinen ihren Geschäftsbetrieb auf.

Ihr Gründer Ernst Wilhelm Arnoldi wird in der Fachliteratur als Vater des
deutschen Versicherungswesens bezeichnet. Er hat Pionierarbeit geleistet und der Versicherungswirtschaft in ihrer Aufbauphase entscheidende Impulse gegeben.
Die Gothaer Versicherungen haben ihrer Gründungsstadt die Treue gehalten, tragen heute noch ihren Namen und haben ihn auch in der Zeit verteidigt, als sie vertrieben wurden und Gotha durch eine mitten
durch Deutschland verlaufende Grenze hermetisch vom Westen abgeriegelt war. Nichts lag deshalb näher, als nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten in einem früheren Geschäftsgebäude der Lebensversicherung sowohl die Zeugnisse der Vergangenheit der beiden Gothaer Versicherungen als auch die der ganzen Versicherungs­wirtschaft zu sammeln und aufzubewahren.
Durch Dokumente, Bilder, Bücher und andere Exponate ermöglicht das Museum der deutschen Versicherungswirtschaft Einblicke in die Welt der Assekuranz von gestern und heute. Die unterschiedlichen Sammlungen wachsen mit der Zeit, denn auch das Heute ist morgen schon Vergangenheit.
Das Haus steht jedem Besucher offen - interessant und aufschlussreich ist es nicht nur für Branchenfremde; für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen kann es nach den großen Umwälzungen in den vergangenen Jahren darüber hinaus ein Ort der Orientierung, der Stärkung ihrer Identität und des Wir-Gefühls sein.

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