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Die Sparuhr
Ein ganz besonderes Exponat im Museum der deutschen Versicherungswirtschaft: die Sparuhr
Die Sparuhr
Um die Vorsorge voran zu bringen galt es, die Uhr mit Geldstücken zu füttern

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

Sparen oder versichern, wenn es um die eigene Versorgung im Alter oder im Todesfall um die Versorgung der Hinterbliebenen geht? So lange es Lebensversicherungen gibt, wird diese Frage aufgeworfen.

Wir vom Fach kennen natürlich die richtige Antwort: Versichern! Weil eben keiner weiß, wann seine Lebensuhr abläuft. Das letzte Stündlein schlägt vielleicht schon morgen, und das Sparschwein ist noch leer. Plötzlich und unerwartet: so liest man immer wieder auf den letzten Seiten der Zeitung. Aber dann ist es zu spät - zum Versichern und zum Sparen.

„Willst Du Dich vor Not bewahren, musst Du in der Sparuhr sparen.”

Die Versicherer waren auch früher schon erfinderisch, wenn es darum ging, gewisse Trägheitsmomente in der Entschlusskraft ihrer Umworbenen zu überwinden. Zugegeben etwas altdeutsch - der Spruch und auch die Uhr -, aber eine kluge Marketingidee steckte zu ihrer Zeit zweifellos dahinter. Die Sparuhr verband die scheinbaren Gegenpole Sparen und Versichern. Wer immer wissen wollte, was die Stunde geschlagen hat, musste die Uhr mit Geldstücken füttern - mindestens einmal in der Woche -, sonst blieb sie stehen. Und was nach geraumer Zeit im Kästchen war, holte der Agent der Vaterländischen ab, als Beitrag für eine Lebensversicherung.

Als ein Brötchen noch drei Pfennig kostete, mag das Sümmchen sogar für eine bescheidene Altersversorgung ausgereicht haben. Heute steht die Uhr als Anschauungsobjekt im Museum der deutschen Versicherungswirtschaft, oder besser - sie geht. Denn sie tut es immer noch und sogar für Euro.

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