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Journale aus den ersten Tagen

Die Gelehrten streiten sich bisweilen, seit wann es die Gothaer gibt. 1820 oder 1821, das ist hier die Frage. Die Geschichte erlaubt, beiden Versionen recht zu geben. Am 2. Juli 1820 nämlich wurde die Bankordnung, die Ernst Wilhelm Arnoldi entworfen und am 1. Januar 1820 an die Ausschüsse - das waren die Vertreter der Kaufmannschaften der Städte Erfurt, Gotha, Eisenach, Langensalza und Arnstadt - gesandt hatte, einstimmig als Verfassung des neuen Unternehmens beschlossen.
Da es seinerzeit keiner staatlichen Konzession bedurfte und es auch keine Registereintragung mit konstituierendem Charakter gab, war die „Bank” damit gegründet.

Neben dieser juristischen Gründungstätigkeit liefen dann auch die Vorbereitungen zur Geschäftseröffnung. Ein Büro wurde eingerichtet und Agenten in ganz Deutschland geworben. Ende 1820 waren es schon 350, zum Teil angesehene Handelsfirmen, so daß man sich entschloß, die „Eröffnung der Anstalt” auf den 1. Januar 1821 festzulegen.
Einblick in die ersten Tage nach der Eröffnung erlauben jetzt acht große Journale, die, längst verlorengeglaubt, nach eineinhalb Jahrhunderte langem Dornröschenschlaf wieder ans Licht befördert wurden; Bücher, denen man ihr Alter, aber auch ihre Würde und den Stolz der­jenigen ansieht, die die ersten Eintragungen gemacht haben, nicht ahnend, daß nach so langer Zeit noch einmal Augen bewundernd den schwungvollen Konturen ihrer feinen Handschrift nachgehen würden. Die Bücher, die vom Historischen Archiv, Köln, erworben wurden, sind jetzt im Museum des Archivs ausgestellt.

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