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Justus Freiherr von Liebig

Es ist viel über ihn geschrieben worden und sein Name ist heute noch in aller Munde. Nicht nur die Gewinnung von Fleischextrakt zur Verbesserung der menschlichen Ernährung hat ihn berühmt gemacht.

Historische Briefe
Wirkungsstätte in München 1859, daneben Justus Liebig (Gemälde von Carl Engel, 1838) und sein erstes Laboratorium 1841 in Gießen

Eine Sparkasse der besten Art...

Der am 12. Mai 1803 in Darmstadt geborene Professor hat auf allen Gebieten der Chemie grundlegende Erkenntnisse erzielt: Ausbau der theoretischen Chemie, Schöpfung der Agrikulturchemie, Einführung der Mineraldüngung. Er entdeckte das Chloroform und Chloral und schuf neue Formen der Analyse. Er lehrte als Professor in Gießen und München. 1845 wurde er für seine wissenschaftlichen Verdienste geadelt. Vor 133 Jahren, exakt am 18. April 1873, starb er in München.

Was ihn für das Museum der deutschen Versicherungswirtschaft so interessant macht, ist sein Briefwechsel mit seinem Schwiegersohn Karl. Einen Brief vom 21. April des Jahres 1841 - verzeichnet im Liebig-Depositum Nr. 51 bzw. 1144 - geben wir mit freundlicher Genehmigung der Universität Gießen wieder:

Lieber Karl,

" .. es betrifft dies die Zukunft deiner Kinder und deiner Frau sie bekommt jetzt das dritte Kind und es muß wohl verstendiger Weise ihre Lage in Betracht gezogen werden im Fall du als ihr gegenwärtiger Versorger, frühzeitig ihnen entrissen wirst. Eine Witwe mit mehreren Kindern die zu erziehen und für deren Zukunft sie zu sorgen hat ist unter allen Lagen die es giebt, in der traurigsten. ... Ich kaufte mich darum nachdem ich Kinder hatte, sogleich in die Gothaer Lebensversicherungsgesellschaft ein und dies ist was ich Dir zu thun ebenfalls rathe; es ist eine Sparkasse der besten Art, bei der man immer genau weiß was man am Ende erspart hat; Du genießt zwar nichts von dem was Du zurücklegst, allein Deine Kinder genießen es sicher."

Ein kluges Wort aus einem klugen Kopf. Wer die Briefe in Ruhe und ungekürzt lesen will, kann das im Museum der deutschen Versicherungswirtschaft tun.


Günther Gottschalk

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