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Ein besonderer Schadenfall

Unter allen Versicherern lag die Gothaer in den vom Verband herausgegebenen Statistiken über die im Jahr ihrer Meldung abschließend regulierten Schadenfälle weit vorn.

In der Werbung wurde diese Tatsache als besonders positives Argument herausgestellt. In einer ganzen Serie von Prospekten zu verschiedenen Versicherungszweigen hieß es deshalb einmal „Für diesen und für andere Fälle, Gothaer die Schadenschnelle”.

Aber nicht immer gelingt die Abwicklung eines Schadens ganz reibungslos. Wenn beide — Anspruchsteller und Versicherer — sich im Recht glauben, dann verhärten sich die Fronten. Dann werden von beiden Seiten Zeugen, Gutachter und Sachverständige bemüht, bis letztlich die Gerichte ein Urteil fällen müssen. Schriftwechsel, Gutachten, Protokolle, Notizen erreichen mengenmäßig Ausmaße, die in einem Ordner keinen Platz mehr finden.

Ein wahrhaft gigantisches Ausmaß erreichte das Aktenmaterial zu einem Unfallschaden in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sowohl der Geschädigte als auch die Gothaer, die an einen Betrug glaubte, gaben nicht nach. Es kam zu außergewöhnlich harten Auseinandersetzungen. Die Presse bekam Wind davon und nahm — wen wundert es — Partei für den Geschädigten.

Leider wurden die Originalakten nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist vernichtet. Im Gothaer Haus der Versicherungsgeschichte aber haben wir im Schadenbereich aus der Erinnerung mengenmäßig diesen Aktenturm errichtet, der auf Besucher immer wieder großen Eindruck macht und ihnen vor Augen führt, wie hartnäckig die Gegner sein können — aber auch, wie geduldig Papier zuweilen ist.

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