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Hamburg brennt!

Am 5. Mai 1842 brach in der 160.000 Einwohner zählenden Stadt Hamburg ein verheerendes Feuer aus. Ausgehend von einem Brand in einem Speicher, verbreitete sich das Feuer rasend schnell und legte innerhalb von drei Tagen 1.100 Wohnhäuser, 4.000 Wohnungen und 102 Speicher in Schutt und Asche.

51 Menschen verloren während der Brandkatastrophe ihr Leben; 20.000 Bürger Hamburgs waren plötzlich obdachlos. Der gesamte Sachschaden wurde auf 135 Millionen Mark geschätzt, was unter allem Vorbehalt dem aktuellen Geldwert von etwa 1,25 Milliarden Euro entspricht.

Für die Feuerversicherer war diese ungeheure Schadensumme eine echte Bewährungsprobe, die sie bis an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit führte. In eine besonders schwierige Lage gerieten diejenigen Versicherungseinrichtungen, deren Aktivitäten auf das Hamburger Stadtgebiet beschränkt waren. Dazu gehörte die Hambur­ger Feuerkasse als öffentliche Gebäudeversicherungsanstalt. Für die auf überregionaler Basis arbeitenden Versicherungsgesellschaften (zwei französische, vier englische und drei deutsche Aktiengesell­schaften: Aachener und Münchener, Colonia, Leipziger) war die Erfüllung ihrer Verpflichtungen relativ zügig möglich.

Die Gothaer Feuerversicherungsbank hatte - als interner Link folgtGegenseitigkeitsverein von Versicherern den größten Anteil der Brandschäden zu regulieren. Innerhalb weniger Monate wurden nicht nur die Schäden begutach­tet, sondern auch finanzielle Reserven in Form von Pfandbriefen und Stadtanleihen aktiviert, damit den Versicherten der Gothaer Feuerversicherungsbank insgesamt 700.000 Euro ausgezahlt werden konnten. Viele der Brandopfer forderten eine Barauszahlung der Entschädigung in preußischen Talern, weshalb die Gothaer Versicherung 250.000 Taler per Schiff von Berlin nach Hamburg transportieren ließ. Trotz vieler Anfeindungen und Verleumdungen durch Konkurrenten - die jene schwierige Situation der Gothaer Versicherung für sich nutzen wollten - konnte die Gothaer Feuerver­sicherungsbank beweisen, dass sich das Prinzip der Gegenseitigkeit auch in schwierigsten Situationen bewährt.

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